Eigenliebe und Selbstvertrauen

Wenn's brodelt...
Wenn's brodelt...

Woher kommt das eigentlich, dass so viele Menschen denken, sie hätten kein Selbstvertrauen?

 

Dabei wissen die meisten Menschen in den meisten Situationen sehr genau, was sie wollen und was nicht und treten auch dafür ein. Es gibt auch die anderen Gelegenheiten. Die, in denen man vielleicht genau weiß, dass das der richtige Weg ist, aber...

 

Tja, aber. Wieso bleibst Du in Deinem Job - obwohl er Dich krank macht? Obwohl Du so ziemlich alles lieber machen würdest? Du an jedem einzelnen Montag schlecht gelaunt bist? Warum wirfst Du Dein Leben weg?

 

Warum bleibst Du in einer Beziehung, wenn Dein "Partner" Dich schlecht behandelt? Tja. Ein Schuft ist vielleicht nur bei Dir so ein Schuft. Du lässt das zu, dass er Dich so behandelt. Tja.

 

Warum bleibst Du in einer Situation, die Dich krank macht? Tja.

 

Warum bleibst Du in Deinem goldenen (oder eisernen) Käfig, Deinem Hamsterrad, Deiner eingefahrenen Spur?

 

Warum? Weil Du Dich vielleicht daran gewöhnt hast, dass Du Dir nicht vertraust.

Jetzt ist es raus. Das soll alles sein? Naja, nicht so ganz. Zum daran Gewöhnen gehört, dass Du für Dich das Außergewöhnliche und Besondere einfach nicht einplanst. Gut geht's nur immer den anderen Leuten. Denen, die Glück haben. Tja.

 

Das ist eine Entscheidung, die Du heute, jetzt und hier oder hier und jetzt treffen kannst.

 

Ich jedenfalls habe beschlossen, auf meine innere Stimme zu hören und glücklich zu sein. So. Unabhängig von äußeren Umständen sorge ich für innere gute Zustände. Ich habe die Lizenz zum Glücklichsein, schließlich bin ich "die Meisterin der guten Gefühle". (Das hat jemand ganz verzückt nach einer Hypnose gesagt.)

 

Ja, wenn das so einfach wäre. Was, wenn es das ist? Wenn Du ganz einfach, leicht und voller Freude das Besondere in Dein Leben einladen könntest?

 

Wenn Du all' die doofen Vorstellungen einfach über den Haufen wirfst und neue einladen darfst, wie würde sich das anfühlen?

Da kommt die Sache mit dem Selbstvertrauen ins Spiel. Sich zu vertrauen, das ist eine Haltung - und ich weiß, dass man das lernen kann. Ich bin schon sehr viel weiter gekommen, weil ich mir mehr und mehr selbst vertraue. Und das ist jetzt ganz wichtig für Dich: zuerst kommt das Selbstvertrauen, von innen, ganz tief, heraus. Dann folgt die Außenwelt.

 

Ich wurde in meiner Welt in den letzten Monaten ganz schön gebeutelt. Das hat nur scheinbar mein Selbstvertrauen angekratzt. Im Grunde hat es mich mir selbst sehr nahe gebracht, mein Vertrauen in mich selbst und diese Welt gestärkt. Auge in Auge mit meinen größten Ängsten, den Urängsten, habe ich überlebt.

 

Genau betrachtet, habe ich dort, im größten Gewimmel, eine Stille gefunden, die ich zwar kenne, aber eher in der Kontemplation. Beim Meditieren, in Trancen, bei der Hypnosearbeit (ja, ich habe den tollsten Job überhaupt!). Wenn die ganze Welt, innen und außen, Stille ist. Diese Stille war sich ihrer selbst, also ich mir meiner selbst, sehr bewusst. Da war ein Vertrauen, eine Klarheit und eine Heiterkeit, die all' das Drama um mich herum nur als einen möglichen Weg sah.

 

Mir begegnen nun Menschen mit Tiefe und wahrem Vertrauen in das Leben und sich selbst. Die, auf die es wirklich ankommt.

 

Ebenso mit dem Glück. Wenn ich glücklich und zufrieden bin, stellen sich Dinge ein, die mein Glück und meine Zufriedenheit nähren.

 

Wie wäre es, wenn Du Dir einfach mal vertraust. So tun, als ob das schon so wäre? (Weil Dein Kern das ja sowieso schon tut.)

 

Eine meiner liebsten Vertrauensübungen ist das Vertrauen in die innere Stimme. Das ist nämlich ganz schön absurd, dass der allerbeste Kompass für Dein Leben bereits in Dir wohnt. Deine innere Stimme. Sie ist meist eher leise und zeigt sich weniger aufdringlich als Zweifler und Co.

 

Wie finde ich meine innere Stimme? Wie weiß ich, dass das meine innere Stimme ist?

 

Sie ist immer auf Deiner Seite. Sie ist Dein Freund.

 

Wenn Dich eine Stimme niedermacht, belächelt, für schlecht hält: das ist sie nicht.

 

Sie ist sanft und ehrlich. Einfach und klar. Deine innere Stimme ist die Stimme Deiner Eigenliebe.

 

Ich finde sie auch in der Natur, beim Tanzen, wenn ich ganz bei mir bin. Selbst klar, sanft, ehrlich bin. Wann spricht Deine innere Stimme zu Dir? Wann hast Du sie das letzte Mal um Rat gefragt?

 

Du bist nämlich der Experte für Dich. Die Antwort weiß Dein Inneres meist ganz genau. Michael Neill sagt, dass es drei Wege gibt, den Richtigen, den Falschen und Deinen. Das gefällt mir. Ich hoffe, Dir auch. Denn Dein Weg ist für Dich richtig.

 

Viel Vergnügen auf Deinem Weg, hab' Dich lieb, Sandra Hochhuber