Eigenliebe und das, was wirklich wichtig ist

Sonne Himmel Wolken Selbstliebe überall

Was wirklich, wirklich wichtig ist, erkenne ich manchmal nicht sofort. Das, was in meiner Welt zählt, mag durchaus etwas ganz anderes sein, als das, was bei Dir zählt.

 

Wenn Du genau auf Dich und Deine Gefühle blickst, macht Dich das weit. Du zeigst Dir damit die Wertschätzung Deiner selbst. Indem Du diese Selbstwertschätzung lebst, öffnest Du der Eigenliebe Tür und Tore.

Eigenliebe, das ist ein großes Wort. Eines, das für mich ganz schön schwierig ist. Schon lange war ich mit diesem Thema unterwegs, ich schreibe ja auch ein Buch: Eigenliebe riecht nach Vanille.

 

Eigenliebe riecht nach Vanille

 

Im letzten Jahr ist mir erst einmal aufgegangen, wie groß mein Mangel an Eigenliebe war. Das war ein hartes Jahr für mich. Zu erkennen, dass ich mehr für mich einstehen darf. Zu erkennen, dass ich wichtig bin.

 

Es wird stetig besser, denn ich erlaube mir, gut genug zu sein. Das mag sich leicht und einfach anhören. Das ist es auch, wenn man sich das zugesteht. Es ist viel, viel schwieriger, Opfer zu sein. Ich übernehme die Verantwortung. Das ist wichtig.

 

Sich selbst zu lieben, das ändert Dich. Innen und außen. Meine kleinen Schritte kommen mir wie mit Siebenmeilenstiefeln vor.

 

Bist Du auch irgendwo in Deinem Leben ein Opfer? Lässt Du andere bestimmen, um keine falschen Entscheidungen zu treffen? Sich nicht zu entscheiden, ist übrigens auch eine Entscheidung.

 

Ich habe aufgehört, Opfer zu sein. Wenn ich das kann, dann kannst Du das auch. Versprochen.

 

Am Wochenende habe ich einen kleinen Spatz vor der Nachbarskatze gerettet. Er hatte sich verletzt und sie wollte ihn sich schnappen. Ich habe ihn auf die Hand genommen. Er war noch etwas benebelt, sein Beinchen schien verletzt.

 

Nach ein paar Minuten war er wieder ein wenig zu sich gekommen. Ich habe ihm gesagt, dass sein Beinchen ja wieder heilen könnte - und er bis dahin locker überleben kann, so lange das mit dem Fliegen geht. Er hat mich zweimal angeblinzelt und ist auf einen Baum geflogen. Ich habe mich sehr für den Spatz gefreut. Was für eine schöne Metapher.

 

Lieber der Spatz in der Hand als...

 

Mich hat das daran erinnert, dass ich vor einigen Monaten schon einmal einen Spatz, einen ganz kleinen, vor einer Katze namens Minou gerettet habe. Damals habe ich hier darüber geschrieben. Und darüber, dass mich mein damaliger Freund "Spatzerle" nannte.

 

Das war dann ziemlich traurig, weil ich erkannte, dass ich mich damals so unwichtig genommen habe. Dass es nie, noch nicht einmal ganz zu Anfang, das war, was ich mir darunter vorgestellt habe. Und es hat mir gezeigt, wie heilfroh ich bin, dass ich aus dieser toxischen Beziehung raus bin. Wie heilfroh ich bin, dass ich das überlebt habe. Wie heilfroh ich bin, dass ich diese Lektion lerne und schon viel gelernt habe.

 

Mein Herz ist zwar noch verwundet, doch ich habe erkannt, dass ich mit meinen Flügeln ganz schön gut unterwegs bin. Ebenso wie das Beinchen des Vogels heilen wird, wird auch mein Herz heilen, es ist schon ganz weit und offen. Wir müssen einfach ein bisschen besser auf uns achten, der Spatz und ich. Selbstachtung und Selbstwertschätzung auf dem Weg zur Eigenliebe.

Wo zeigt Dir Dein Leben mit Metaphern, Begebenheiten, Dingen, die Dich beschäftigen, was bei Dir gerade wichtig ist? Vielleicht hilft es Dir, darüber zu schreiben oder mit Deinen Freunden und Deiner Familie darüber zu sprechen.

 

Es würde mich sehr freuen, wenn Du den Weg zur Eigenliebe gehst. Oder hüpfst. Oder tanzt.

 

Selbstachtung und Selbstwertschätzung sind ein guter Weg zur Eigenliebe

 

Das, was wirklich wichtig ist, wird Dir nämlich (unter anderem) so gezeigt. Es macht also durchaus Sinn, da mal genauer hinzusehen.

 

Hab' Dich lieb, Sandra