Rauhnächte 2025 in Kürze
Wir nähern uns der Zeit zwischen den Jahren. Das sind für viele Menschen weltweit heilige Tage und Nächte. In Bayern werden schon seit vielen Jahrhunderten traditionell die Rauhnächte begangen. Zu dieser Zeit wurde geräuchert, der Ahnen gedacht und das neue Jahr eingeladen
Die Rauhnächte sind eine Zeit für Selbstreflexion. Wir lassen die wuselige Weihnachtssause der geschäftigen Tage los und kommen ganz bei uns an. Wir verweilen eine Weile in unserem ureigenen Raum und unserer ureigenen Zeit. Wir können uns mit alten Geschichten auseinandersetzen und diese Erfahrungen verarbeiten. Was war? Was ist? Was soll sein? Wir wollen die Stille einladen, um uns Antworten von innen einzuhauchen.
Besorg Dir ein hübsches Reflexionsbüchlein, in das Du mit Stiften von Hand schreibst. Das Schreiben von Hand wirkt viel tiefer, als sämtliches Tippen auf Tastaturen.
Besorg Dir auch einen Block, weil wir kleine Zettel zum Verbrennen der Wünsche brauchen.
Eine feuerfeste Schale, um die Zettel (am besten sicher draußen!) zu verbrennen.
Eine Kerze, am besten eine große rote oder weiße Kerze, die Dich auf Deiner Reise durch die Rauhnächte begleiten wird.
Vorbereitung
Wir räumen unser Zuhause auf und putzen, was das Zeug hält. Auch Ausmisten tut richtig gut. Genauso förderlich ist es, im Herz und Kopf aufzuräumen. In dieser Vorbereitungsphase verabschieden wir uns von diesem Jahr.
Zwischen dem 21. Und 24.12.25 schreiben wir unsere 13 Wünsche auf. Erstmal ganz grob aufschreiben, und ohne viel nachzudenken das auf das Papier werfen, was uns in den Sinn kommt. In welchen Lebensbereichen möchtest Du gerne Veränderung sehen? Die sammelst Du und formulierst sie positiv (also ohne ohne, kein kein und nicht nicht). Das fühlt sich dann irgendwann stimmig an, so, dass es passt und rund ist. Du schreibst sie auf kleine Zettel, die Du dann zusammenfaltest. (Unten steht, was dann mit diesen Wünschen geschieht.)
Räuchern
Du findest in einigen Buchhandlungen oder Esoterikläden alles, was Du zum Räuchern brauchst. Bitte beim Räuchern auf Sicherheit Wert legen. Pass besonders bei Kindern und Haustieren auf!
Räuchern reinigt Deine Räume und schützt vor negativen Einflüssen.
Nimm ein Räuchergefäß, zünde Räucherkohle an und gib Räucherwerk (getrocknete Kräuter oder Harze darauf. (Mach Deine Rauchmelder für die Zeit des Räucherns aus! Ich spreche aus Erfahrung…)
Sprich beim Räuchern folgende Sätze: Ich reinige diesen Raum von allen negativen Energien. Ich lade Liebe, Frieden und Licht in diesen Raum ein.“
Gehe mit dem Rauch durch alle Räume Deines Hauses.
Danach gut lüften, am besten so, dass es Durchzug gibt.
Bedanke Dich für die Reinigung: Danke, danke, danke für die Reinigung.
Heiliges Holz (Palo Santo)
Salbei
Weihrauch
Beifuß
13 Wünsche
Schreibe 13 Wünsche für das neue Jahr auf jeweils einen Zettel.
Falte die Zettel und leg sie in eine schöne Kiste, eine Schale oder einen hübschen Beutel.
Ziehe in jeder der zwölf Rauhnächte einen Zettel und verbrenne ihn, ohne vorher zu lesen, um welchen Wunsch es sich handelt. Der verbrannte Wunsch wird der Quelle übergeben.
Der letzte, dreizehnte Zettel bleibt am Ende übrig. Dieser Wunsch ist Dein persönlicher Auftrag, den Du im neuen Jahr selbst umsetzen darfst.
Meditation und Einkehr
Die Rauhnächte sind Deine Zeit, ganz für Dich. Gerade in der Hektik des Dezembers tut es so gut, sich den Raum und die Zeit für Kontemplation und Neubeginn zu geben.
Träume aufschreiben
Unsere Träume haben meist eine Botschaft für uns. In den Rauhnächten, können das ganz besonders wichtige und weitreichende Informationen für uns sein.
Wintersonnwende 21.12.25
Wir öffnen den Raum.
Die einzelnen Rauhnächte
Erste Rauhnacht (24. auf 25. Dezember)
Wir verbrennen den ersten Zettel mit dem ersten Wunsch. Bitte auf Haustiere und Kinder aufpassen. Am besten draußen in einer feuerrfesten Schale verbrennen. Die Asche müssen wir abgekühlt nach den Vorschriften entsorgen.
Januar - Die erste Rauhnacht steht für den Januar. Wir blicken nochmals zurück auf das vergangene Jahr. Wofür bist Du dankbar?
Aufräumen und Ausmisten
Reinigen
Räuchern mit weißem Salbei oder Palo Santo
Zweite Rauhnacht Rauhnacht (25. auf 26. Dezember)
Wir verbrennen den zweiten Zettel mit dem zweiten Wunsch.
Die zweite Rauhnacht steht für den Februar.
Stille, Ruhe
Zeit, zu meditieren
Dritte Rauhnacht ( 26. auf den 27. Dezember)
Wir verbrennen den dritten Zettel mit dem dritten Wunsch.
Die dritte Rauhnacht steht für den März.
So, wie sich im Frühling die Natur öffnet, wollen wir unsere Herzen und unser Inneres weit aufmachen.
Vierte Rauhnacht (vom 27. auf den 28. Dezember)
Die vierte Rauhnacht steht für den April.
Vertrauen in uns und in die Welt
Fünfte Rauhnacht (vom 28. auf den 29. Dezember)
Wir verbrennen den 5. Zettel mit einem Wunsch.
Die fünfte Rauhnacht ist stellvertretend für den Mai.
Genüsslich wollen wir den heutigen Zauber genießen.
Sechste Rauhnacht (vom 29. auf den 30. Dezember)
Juni
Der sechste Zettel wird verbrannt mit einem weiteren Wunsch.
Verzeihen, Vergeben
Voller Dankbarkeit schauen wir auf unsere Nächsten.
Siebte Rauhnacht (vom 30. auf den 31. Dezember)
Juli
Der siebte Zettel mit einem Wunsch wird verbrannt.
In die Gefühle eintauchen.
Wir blicken voller Dankbarkeit auf unsere Gefühle.
Achte Rauhnacht (vom 31. Dezember auf den 1. Januar)
August
Der achte Zettel wird verbrannt.
Wir schreiben einen Brief, was wir aus diesem Jahr nicht mehr mitnehmen wollen, voller Gefühl und mit der Überzeugung, dass das funktioniert. Dann schreiben wir auf, wie wir uns unser Leben so vorstellen und Wünschen für das neue Jahr, auch wieder voller Gefühl. Diesen Brief verbrennen wir zusätzlich zu unserem achten Wunsch.
Neunte Rauhnacht (1. auf 2. Januar)
September
Der neunte Zettel
Zehnte Rauhnacht (vom 2. Januar auf den 3. Januar)
Oktober
Der zehnte Zettel
Elfte Rauhnacht (vom 3. Januar auf den 4. Januar)
November
Der elfte Zettel wird verbrannt.
Zwölfte Rauhnacht (vom 04. Januar auf den 5. Januar)
Die zwölfte Rauhnacht steht für den Dezember.
Zwölfter Zettel wird verbrannt. Ein Zettel bleibt übrig, den sehen wir uns morgen genauer an.
06.01.25 - Heilige Drei Könige
Nachbereitung
Wir nehmen unseren letzten Zettel und sehen uns unseren Wunsch an.
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